„Ich bin resilient – ich halte viel aus.“
„Ich bin immer stark, komme mit allem klar.“
Solche Sätze höre ich oft – auch von Führungskräften. Und sie meinen es gut.
Aber: Das ist nicht RESILIENZ…
Was hier oft beschrieben wird, ist RESISTENZ – also Widerstandsfähigkeit, Belastbarkeit, Stresskompetenz.
Auch wichtig. Auch wertvoll. Aber nicht das, worum es beim Begriff der Resilienz geht.
Resilienz beginnt dort, wo Resistenz endet.
Nämlich nach der Überforderung.
Dann, wenn’s richtig schwer wird. Wenn man nicht mehr „funktioniert“.
Wenn etwas zu viel war, wenn es nicht mehr weitergeht – und man irgendwann trotzdem wieder aufsteht.
Und vielleicht sogar gestärkt daraus hervorgeht.
Nicht aushalten. Sondern wieder aufrichten.
Nicht vermeiden. Sondern bewältigen.
Warum ist das jetzt wichtig?
Ich finde, wir sollten Begriffe wie Resilienz klarer verwenden. Denn nur, wenn wir gemeinsam vom selben Thema sprechen, können wir uns gegenseitig unterstützen.
Den Hartigh, R. J., & Hill, Y. (2022). Conceptualizing and measuring psychological resilience: What can we learn from physics?. New Ideas in Psychology, 66, 100934.
Huber, M. (2019). Resilienz im Team. Ideen und Anwendungskonzepte für Teamentwicklung. Wiesbaden.
Soucek, R., Ziegler, M., Schlett, C., & Pauls, N. (2016). Resilienz im Arbeitsleben–Eine inhaltliche Differenzierung von Resilienz auf den Ebenen von Individuen, Teams und Organisationen. Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO), 47(2), 131-137.
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