Wer führt, spürt den Schmerz nicht.
In der Bundeswehr habe ich oft erlebt, wie Führung sich anfühlt, wenn es hart auf hart kommt.
Zum Beispiel beim Marsch mit vollem Gepäck. Viele Kilometer, viel Gewicht auf dem Rücken, wenig Schlaf, Erschöpfung, große Hitze oder auch Kälte.
Und es gibt immer wieder dieses Phänomen:
Die Führungskraft leidet weniger.
Nicht, weil sie fitter ist.
Sondern weil sie führt.
Die Verantwortung für die Aufgabe, das Tempo, das Team scheint den eigenen Schmerz zu überlagern.
Wenn Du vorne gehst, fokussierst du nicht auf deine Blasen am Fuß oder die Schmerzen im Rücken.
Sondern darauf, ob alle noch da sind.
Verantwortung verändert Perspektive!
Ich beobachte dasselbe Muster auch in Teams – in Start-ups, in Unternehmen oder Führungsteams:
Die Gründer brennen.
Sie geben alles, arbeiten durch, halten durch, sehen Chancen statt Grenzen.
Aber nicht jeder im Team spürt dieses Feuer.
Und das kann schmerzen.
Denn plötzlich merkst Du:
Was für Dich Sinn, Vision und Antrieb ist, ist für andere „nur“ ein Job.
Ein sicherer Arbeitsplatz. Eine Gehaltsrechnung am Monatsende.
Was kannst Du tun?
Versuchen, alle mit deiner eigenen Begeisterung anzuzünden?
Funktioniert selten.
Was funktioniert:
Verstehen, was die Flamme in Deinem Team entfacht.
Fragen wie:
Was treibt dich gerade an, was sind Deine Werte?
Was willst du mit oder in diesem Job erreichen?
Wo willst du in fünf Jahren stehen – wie kann ich dich unterstützen?
Führung bedeutet nicht, dass alle Dein Warum teilen.
Führung bedeutet, dass Du das Warum der anderen kennst – und mit einbindest.
So baust Du kein Mitläufer-Team sondern ein echtes, tragendes System aus Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen mit Dir gehen – aber gemeinsam ankommen wollen.
Wer führt, spürt den Schmerz nicht.
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Erfolgreiche Führung braucht mehr als nur Theorie – sie erfordert Klarheit, Strategie und psychologisches Feingefühl. Nach meiner Zeit als Führungskraft im Militär verbinde ich heute psychologische Expertise mit praxisnaher Führungserfahrung. Ich unterstütze Führungskräfte und Gründer dabei, aus unproduktiven Teams echte Hochleistungsgemeinschaften zu formen.
Dabei setze ich auf bewährte Methoden aus der Psychologie und die Klarheit militärischer Führung, um nachhaltige Erfolge zu ermöglichen.
ÜBER ALEX ›
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